Zurich Art Weekend

A-Crush – ein Platz, wie man ihn sich zum Kunst-Machen vorstellt. Ein wenig chaotisch, improvisiert, mit einem Mix an Styles, ehemaliges Industriegebäude, ideal für Künstler, die sich an richtig grossen Kunstwerken versuchen wollen. Hebekräne, Material und Raum vorhanden. Es wird geschliffen, gemalt, Metallstaub liegt in der Luft – und eine tolle Bar, vor welcher sicher 200 Leute Platz finden.

Charlotte von Stotzingen Organisatorin Zürich Art Weekend.
CHARLOTTE VON STOTZINGEN Founding Director Zurich Art Weekend

Charlotte von Stotzingen von“Zurich Art Weekend“ begrüsst mich mit ihrem typisch schelmischen Lächeln, das Neugierde, Offenheit und Initiativgeist gleichermassen ausstrahlt. Ein kleiner Rundgang durch die Hallen: «In dieser Atmosphäre wurde Zurich Art Weekend gegründet. Das ist unsere Basis.»

Wie kam es zu den Zurich Art Weekends?
Die Art Basel hat eine derartige Anziehungskraft entwickelt, dass sich verschiedene öffentliche und private Institutionen sowie Galerien sagten: diese Gelegenheit darf man nicht ungenutzt lassen, die weltweite Kunstelite nach Zürich einzuladen. Schliesslich kommen alle internationalen Besucher in Zürich an! (we are the hub!)
Ich kam 2018 genau im richtigen Moment nach Zürich, als diese Diskussion im Gange war. Wir wollten aber bewusst ein Kontrastprogramm zur Art Basel setzen. Es ging uns nicht um den Verkauf, sondern darum, die gesamte Kunstwelt von Zürich in Szene zu setzen. Neben den Galerien und Museen wollten wir von Beginn weg den direkten Kontakt mit Künstlern ermöglichen, Talks organisieren, Off-Spaces (wie den A-Crush) besichtigen. Man soll förmlich in die Zürcher Kunstszene eintauchen können.

Was bietet ihr den Besuchern an?
Inzwischen bieten wir in den drei Tagen der Hauptveranstaltung im Juni um die 90 Ausstellungen und fast 150 Events an. D.h. dass pro Anlass 10-15 Teilnehmer registriert sind und dadurch ein sehr persönlicher Austausch möglich wird.

Die Kunstszene

Was macht die Kunstszene von Zürich aus?
Sie ist sehr progressiv. Sie lebt. Alle wichtigen Galerien sind in Zürich vertreten. Aber eben nicht nur die Galerien. Es gibt eine realtiv unbekannte Kunstszene. Ich war selber total überrascht, welch hohe Dichte an Offspaces Zürich bietet. Offspaces sind meist nichtkommerzielle, (von Künstlern oder Kunststudenten) selbstorganisierte, flexible und unabhängige Kunsträume. Diese sind ständig im Wandel. Aber aus der Sicht der Kreativität sind sie das Symbol für eine lebendige Kunstszene. Diese alternative Seite der Stadt Zürich ist wenig bekannt, trägt aber enorm zur Diversität bei. Für die Kunstschulen gilt dasselbe.

Künstliche Intelligenz und Kunst

„Zurich Art Weekend“ geht das Thema Kunst auch interdisziplinär an?
Absolut. Zürich bietet im Bereich Schulen und Hochschulen Weltklasseniveau. Das konnten wir nicht beiseitelassen. Künstler und Wissenschaftler verbindet ja gewisse Gemeinsamkeiten. Da ist die ewige Neugier, Neues zu entdecken, Offensichtliches zu hinterfragen, aber auch die Suche nach universellen Wahrheiten.
Die Wege dahin sind extrem unterschiedlich, aber Ziele und Motivationen nicht unähnlich. Es ist immer interessant, verschiedene Welten zusammenzubringen. Beide Wege benötigen auch den Mut, Wege zu beschreiten, die vorher noch niemand begangen hat.

Dieses Jahr bieten wir mit der ETH eine Konversation um das Thema AI + ART, d.h. wie künstliche Intelligenz und Kunst sich beeinflussen und miteinander umgehen können. Das Blockchain Center der Universität Zürich präsentiert neue Erkenntnisse zu Crypto Art und NFT. E.A.T. und Tokengate präsentieren die erste NFT und Metaverse Konferenz. Dazu kommen die vielen Artist Talks, Galeristen, die sich persönlich engagieren. Das ZAW konzentriert und packt die Zürcher Kunstwelt und weitere Institutionen sowie Stiftungen in ein extrem verdichtetes Programm.

Kooperationen und Netzwerk?
Genau, unser Ansatz ist es ja, als Non-Profit-Organisation möglichst alle an der Kunstwelt Beteiligten zusammenzubringen, ein interessantes Programm zusammenzustellen, das möglichst viele Kunstinteressierte anspricht, auch einem breiteren Publikum zugänglich macht.
Und wir vernetzen uns auch international mit Bejing, mit Art Basel, Art Geneve und anderen, sind also auf alle Seiten hin offen.

zurichartweekend.com

  1. […] Alejandro Gómez Cangas Galerie Alejandro Gómez Cangas und Daniel Chardon am Zurich Art Weekend 2022 Alejandro Gómez Cangas am Zurich Art Weekend […]

  2. […] Thunder in the NightFrank Bowling2020Acrylic and acrylic gel on canvas with marouflage280 x 188.4 x 5 cm / 110 1/4 x 74 1/8 x 2 in Watermelon BightFrank Bowling2020Acrylic on canvas297.2 x 185.4 cm / 117 x 73 in Sir Frank Bowling’s son, Sascha Bowling. Frank Bowlings Sohn, Ben Bowling während der Präsentation Impressionen der Ausstellung bei Hauser & Wirth – eingefangen während des Zurich Art Weekend 2022. […]

  3. […] Sophia Al-Maria Film „Tender point ruin“ während des Zurch Art Weekends. […]

  4. […] künstlerischen Inhalte übertreffen bei weitem die Werbung, welche die Stadt für uns macht.Das Zurich Art Weekend hat da zum Glück viel bewirkt. Zürich und Basel haben international einen hohen künstlerischen […]

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